Das grüne Gold der Indios

17. Januar 2013     3 Kommentare

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Mate Tee, das Nationalgetränk von Südamerika!

Die Blätter für das Heißgetränk werden von der immergrünen Stechpalme, dem „Ilexstrauch“, gewonnen. Das besondere an dieser Pflanze, ist der Koffeingehalt, den sie mit der Teepflanze gemeinsam hat. Mit „Mate“ bezeichnete man ursprünglich eigentlich das Trinkgefäß (heute Calebasse genannt); das Kraut heißt „yerba“. Im deutschsprachigen Raum ist das Aufgussgetränk jedoch als „Mate Tee“ bekannt. Das besondere an den Blättern des Ilexbaumes ist der Koffeingehalt. Neben der Teepflanze, Camelia Sinensis, ist sie der einzige Kräutertee, der ebenfalls Koffein enthält.

Mate-mit-Tasse

Mate wurde bereits von den Ureinwohnern Südamerikas getrunken und wird auch gern „das grüne Gold der Indios“ genannt. Bis heute trinkt die Mehrzahl der südamerikanischen Bevölkerung, vor allem rund um die typischen Anbaugebiete, wie Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay, regelmäßig Mate Tee. Bisher hat sich das Getränk in anderen Ländern noch nicht zum Trend entwickelt, so wird die jährliche Ernte weitestgehend für den Eigenbedarf verwendet (Jahresproduktion in Südamerika liegt etwa bei 300.000 Tonnen). Etwa die Hälfte des Mate Tees, der sich auf dem Markt befindet, stammt aus der Ernte von wildwachsenden Bäumen.

Je nach Region gibt es unterschiedliche Trinkgewohnheiten und Bräuche rund um den Kräutertee. So wird in den südlicheren Gegenden von Südamerika der Aufguss eisgekühlt getrunken. Doch die richtige Zubereitung und die Art des Trinkens werden immer als Kunst zelebriert. Getrunken wird Mate mit Freunden, Verwandten und als Zeichen der Gastfreundschaft. Für die Zubereitung benötigt man eine Calebasse, das Trinkgefäß, das aus einem ausgehöhlten, getrockneten Flaschenkürbis hergestellt wird. Am unteren und oberen Rand wird das Material mit Metall verstärkt und oft ist die Außenseite reich verziert. Das zerkleinerte Kraut wird nun in das Trinkgefäß gefüllt und mit 80°C heißem Wasser aufgegossen. Zum Trinken wird ein aus Metall gefertigter Trinkhalm, die Bombilla, verwendet. Sie besitzt am unteren Ende ein Sieb, durch das der Mate Tee beim Trinken gefiltert wird. Hier kann es aber trotzdem passieren, dass kleinere Blattstücke durch das Sieb gelangen und darin besteht die Kunst des richtigen Trinkens.

Calebasse

Der herbe, aromatische Geschmack von Mate Tee lässt sich gut mit anderen Aromen verfeinern. So bereitet man in Brasilien den Tee mit Minzeblättern oder einigen Tropfen Limonensaft zu und wird dann eisgekühlt genossen. Im Sommer ist der Aufguss mit Eiscreme eine köstliche Erfrischung. Aber auch als „Grogue de mate“ – eine Mischung mit Rum oder Cachaca – ist zu empfehlen.

Mate Tee ist in der Volksmedizin für seine stark anregende und belebende Wirkung bekannt, die auf den Koffeingehalt zurückzuführen ist. Es werden Stoffwechsel und Kreislauf angeregt und der Aufguss wirkt verdauungsfördernd, entschlackend und appetithemmend. In Südamerika gilt er vor allem als leistungssteigernd.

Bei DEMMERS TEEHAUS sind 2 Sorten erhältlich:

Mate Grün und Mate Limone (mit Zitronengras)

Mate Grün Nr. 03531 und Mate Limone (mit Zitronengras) Nr. 03541


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3 Kommentare zu Das grüne Gold der Indios

  • Marcel Böttcher schrieb: (13. Mai 2013)

    Koffein im Kräutertee

    Huch, wusste gar nicht, dass Koffein auch in Kräuterteesorten sein kann. Ist sicher von der Dosis nicht einmal annähernd mit Kaffee zu vergleichen, oder?

    Ansonsten tolle Infos und schöne Bilder im Blog.

    LG

    Marcel

  • Anonymous schrieb: (17. Mai 2013)

    Lieber Marcel,

    Werte zum enthaltenen Koffein von Mate Tee und Kaffee liegen uns leider keine vor. Allerdings ist sicher, dass das Koffein bei Mate langsamer im Körper abgebaut wird als bei Kaffee und die Wirkung daher länger anhält.

    Vielen Dank, wir freuen uns, dass dir der Blog gefällt! Viel Vergnügen beim Lesen!

  • Fahrenkamp schrieb: (2. Dezember 2013)

    Koffein ist ist sehr gering

    Hallo Marcel, der Koffeinanteil im Tee ist geringer als im Kaffee, also da sehe ich kein Problem damit.

    Viel Spaß beim Tee trinken


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21. Januar 2013     ein Kommentar

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