Die ABSTIMMUNG zum TAG DES TEES Gewinnspiel ***

08. November 2007     12 Kommentare

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abstimmung_butten Ich bin positiv überrascht! Habe dutzende tolle und hochgradig unterschiedliche Texte erhalten… vierseitige Prosa bis hin zu Vierzeilern und experimentellen Gedichten. Einige davon möchte ich auch nachträglich publizieren (und mir auch noch kleine zusätzliche Preise ausdenken). Nun steht aber die Auswahl für das Gewinnspiel im Mittelpunkt! Die ursp. geplanten 3 Geschichten musste ich auf 6 Texte verdoppeln. Die Qual der Wahl will ich nicht auf mir sitzen lassen. Das bestehende Ranking ist keine Wertung und ergab sich nur aus der Reihenfolge der Einreichung. Bitte stimme jetzt, für die MEIN TAG DES TEES Geschichte ab, die am besten schmeckt! Die 3 glücklichen Gewinner stehen dann nach dem 11. November fest.

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12 Kommentare zu Die ABSTIMMUNG zum TAG DES TEES Gewinnspiel ***

  • Johann Ramharter schrieb: (8. November 2007)

    Nr. 1.) „Mein Tag des Tees“ von Johann Ramharter aus Wien

    Brauchen wir eigentlich einen „Tag des Tees“? Brauchen wir einen „Tag des Apfels“, einen „Tag des Wassers“, einen „Nichtrauchertag“ und was es sonst noch alles gibt? Eigentlich müsste man meinen, dass jemand so wie der Autor dieser Zeilen, der jeden Tag mit einer Schale Tee beginnt, bevor er einen Kaffee trinkt, keinen Tag des Tees braucht. Brauchen ihn die anderen Menschen in Österreich? – Wenn man sich anschaut, wie sich die Teekultur in diesem Land in den letzten Jahren, in den letzten zwei Jahrzehnten entwickelt hat, dann braucht auch dieses Land keinen Tag des Tees. Wenn man allerdings in andere Länder blickt, welchen Stellenwert eine Schale Tee dort hat, dann sieht man, wie viel die Menschen in diesem Land (noch immer) aufzuholen haben. „Have a cup of tea“ war die Einladung bei vielen Familien, die ich im Rahmen eines Ferialjobs in den 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts in Irland besuchte. Und bei der Schale Tee plauderten wir, zuerst über die nahe liegenden Dinge und dann darüber hinaus. Vielleicht brauchen wir in Österreich doch diesen „Tag des Tees“. Vielleicht brauchen wir diesen Tag, damit uns die Vielfalt der Tees wieder einmal in Erinnerung gerufen wird. Vielleicht brauchen wir diesen Tag, um so auf Neuerungen aufmerksam gemacht zu werden, auf neue Trends und bislang weithin unbekannte Sorten und Geschmacks- richtungen. Wenn wir am „Tag des Tees“ festhalten wollen, dann sollten wir uns aber auch vielleicht noch mehr anstrengen. Teefreunde und Teefirmen sollten (weitaus) mehr Aufmerksamkeit für diesen Tag erwecken, sie sollten auf das Produkt und seine Vielfalt viel mehr hinweisen. Wenn das gelingt, dann hat der „Tag des Tees“ sein Gutes, dann ist er auch für die Zukunft wichtig.

    P.S. Beim Schreiben wurde ich begleitet von einer Tasse Assam FTGFOP Finest Golden Mangalam Second Flush.

  • Frank Manuela schrieb: (8. November 2007)

    Nr. 2.) „Mein Tag des Tees, der Harry unvergessen bleiben wird!“ von Frank Manuela aus Fürnitz

    An diesem Weihnachtstag beschloss Harry den Tag gemütlich zu beginnen. Dennoch war er traurig. Seine Frau hatte ihn verlassen, der seelische Schmerz saß tief. Er stand also auf, ging in die Küche um sich seinen geliebten Tee zuzubereiten. Doch was musste er feststellen als er das Teekästchen öffnete: nur ein Päckchen Gute-Nacht-Tee lachte ihm entgegen. Nun, den brauchte er jetzt wirklich nicht. Aber ohne seinen morgendlichen Tee war er nicht richtig ansprechbar. Er erinnerte sich, das dass große Geschäft gleich um die Ecke auch an diesem Tag geöffnet hatte. Nach der Morgentoilette zog er mit schlürfenden Schritten los und wollte im Geschäft schon wieder umdrehen: die vielen Menschen schwirrten wie fleißige Bienen um die letzten Besorgungen vor dem Fest zu besorgen. Die Lust auf seinen Tee, das Hochgefühl das er immer beim Trinken empfand, trieben ihn aber vorwärts, bis zu dem Teesalon. Eine Frau in seinem Alter stellte sich neben ihm und gerade als er seine Bestellung bekannt geben wollte, sagten sie gleichzeitig: „Einen Demmer-Guten- Morgen-Tee, bitte!“. Zum ersten Mal an diesem Tag musste er lächeln. Der sympathischen Frau erging er ähnlich und auch sie musste lächeln. Die Teepackung wurde beiden gebracht aber er griff so unglücklich danach, sodass diese zu Boden fiel. Die Frau neben wollte ihm helfen sie aufzuheben, beide bückten sich und da passierte es: sie stießen mit den Köpfen zusammen. Nach einem lauten Aufschrei ihrerseits, bemühte sich Harry schnell sich zu entschuldigen. Gleichzeitig entschuldigte sie sich, was beide ein Lachen entlockte. Beide schauten verlegen zu Boden. Harry wusste nicht was er sagen sollte, so übernahm sie die Initiative und fragte ihn, ob er nach diesem Ereignis nicht eine Tasse Tee hier im Geschäft mit ihr trinken wolle. Verlegen lächelnd nahm er die Einladung gerne an. Seit damals sind fünf Jahre ins Land gezogen, und Susanne, so hieß die ihm damals noch Unbekannte, sind mittlerweile glücklich verheiratet und genießen seit damals gemeinsam ihren Guten-Morgen-Tee. Die Sammlung an Tees hat sich mittlerweile verdreifacht, und Weihnachten ist seit damals wieder ein Freudenfest für Harry, zumal sich im Sommer Nachwuchs ankündigt….

  • Mag. Christa Harlander schrieb: (8. November 2007)

    Nr. 3.) „Mein Tag des Tees“ von Mag. Christa Harlander aus Wien

    Das Tor war geschlossen. Es war sehr alt, aus Bronze und mit plastischen Reliefs überzogen. Ich ging näher heran, um die künstlerische Arbeit besser betrachten zu können… und staunte. Statt der erwarteten biblischen Szenen waren unzählige Teekannen dargestellt. Ungläubig ließ ich meinen Blick langsam über die beiden hohen Türflügel schweifen. Als ich schließlich meine Hand ausstreckte, um die eigenartig genoppte Oberfläche einer besonders bauchigen Kanne zu berühren, ertönte ein lautes Pfeifen. Ich fuhr erschrocken zurück und sah mich hastig um. Hatte ich die Alarmanlage aktiviert? Würde nun ein Rudel wutentbrannter Wächter auf mich zustürmen? Oder gar die Polizei? Gott, würde das peinlich werden! Warum passierten solche Dinge immer mir? Ich war knapp davor, die Flucht zu ergreifen, als das Pfeifen verebbte. Aber noch bevor ich erleichtert aufatmen konnte, begann das Tor laut zu knarren. Wie in einem billigen Horrorfilm, dachte ich und war nicht sonderlich überrascht, als sich die Türflügel gleich darauf langsam und schwerfällig öffneten. Ein spontaner Anfall von (Über-)Mut gepaart mit Neugierde, bewog mich nun einfach alles auf eine Karte zu setzen. Noch bevor das Portal ganz offen war, stapfte ich mit forschem Schritt in die dahinter liegende Düsternis. Zunächst konnte ich in der Dunkelheit überhaupt nichts erkennen. Umso deutlicher nahm ich den Geruch wahr. Ich hatte mich auf eine muffige, weihrauchgeschwängerte Atmosphäre eingestellt und war daher verblüfft, als mir nun verschiedene Aromen in die Nase stiegen. Es roch herrlich! Es roch… ja, wie im Demmers Teehaus! Sobald sich meine Augen an das dämmrige Licht gewöhnt hatten, bestätigte sich mein „Verdacht“: Überall standen Säcke und Dosen mit Tee – grüner Tee, weißer Tee, schwarzer Tee, Rooibos… – ein Paradies für Teeliebhaber! Als ich mich gerade über eine riesige Dose mit Rooibos Eierlikör beugte, um den Teeduft in vollen Zügen zu genießen, fasste mich jemand sanft an der Schulter. Gleichzeitig sprach mich eine männliche Stimme an. Zuerst leise, wie aus weiter Ferne, und dann…

    … dann wachte ich auf. Neben dem Bett stand mein Freund und hatte ein Frühstückstablett mit einer Kanne voll frischem, dampfenden Tee in den Händen. „Guten Morgen, Schlafmütze! Wolltest Du nicht zeitig aufstehen und eine Geschichte über Deinen ‚Tag des Tees’ schreiben? Ich schenk’ Dir gleich ein Tässchen zur Inspiration ein…“ Ich lächelte bloß und genoss den Tee. Dass ich meine Geschichte – quasi im Schlaf – bereits vollendet hatte (und dafür keine Inspiration mehr nötig hatte), verriet ich meinem Freund erst später.

  • Sigrid Gleinser schrieb: (8. November 2007)

    Nr. 4.) „Mein Tag des Tees, 3.11.2007“ von Sigrid Gleinser aus Neustift im Stubaital

    Ein erfüllter Tag war das heute, die Herbststimmung ist spürbar: Der Nebel vom Vormittag hat sich mittags aufgelöst und einen wunderschönen und klaren Blick auf die bunten Wälder ringsherum und die schroffen Felsen darüber freigegeben. Die Luft ist so angereichert und frisch, dass sich während des Abendspazierganges ein Gefühl von Freiheit und Reinheit angenehm in mir breit macht. Unzählige Sterne funkeln über uns. Meinem Liebsten dürfte es gleich gehen, er drückt mich liebevoll, wir genießen unser Glück und schweigen harmonisch bis zum Heimkommen. Er bleibt noch ein kleines Weilchen draußen, wie jeden Tag lässt er noch allein den Tag Revue passieren, während ich uns eine Kanne Tee zustelle. Ich zünde die Kerzen an, wähle eine CD aus, stelle das Stövchen und unser beider Lieblingstassen bereit und freue mich auf unser Abendpläuschchen bei einer guten, heißen Tasse Tee. Der Begriff, ja das Gefühl “Heimat” ist bei uns beiden untrennbar verbunden mit diesem Ritual: Kerzenlicht, das Geräusch des Tee-Eingießens, der unverkennbare Duft unserer zahlreichen Lieblingssorten von Demmer, das Wärmen der Hände an der Tasse, das tiefe Einatmen des Aromas und der unbeschreibliche Genuss des ersten Schlucks. Teetrinken ist Daheimsein, und so feiern wir – wir feiern das Leben, unser glückliches Beisammensein, unsere Familie und heute auch den – offiziellen – “Tag des Tees”.

  • Sylwia Wojcik schrieb: (8. November 2007)

    Nr. 5.) „Mein Tag des Tees“ von Sylwia Wojcik aus Wien

    Der Tag ist endlich gekommen. Aufgeregt fahre ich in der Straßenbahn zum Südbahnhof, tausende Pläne laufen mir durch den Kopf. Endlich in seine Arme fallen und das ganze Wochenende in Wien wird nur uns gehören. Auf einmal erkenne ich in mir allzu bekannte Traurigkeit, die sagt, dass in jedem „Herzlich Willkommen“ ein Kern des Abschieds steckt. Dieser Vorgeschmack des Abschiednehmens nimmt den Platz der unendlichen Freude, in der sich die Sehnsucht verborgen fühlt. Nach dem „Bitte alle aussteigen“ steig ich tatsächlich aus und auf den Stufen spüre ich wie meine Beine zittern. Über ein Jahr jede sieben Wochen steigen diese Beine so aus und jedes Mal zittern sie gleich. Das Herz sinkt und scheint in die Knie gefallen zu sein. Das Pochen wird unerträglich. Jeder Gedanke springt fröhlich und ich versuche, mir vorzustellen wie mein Gehirn es ausstehen kann – dieses rhythmische Springen tausender Füßchen meiner Gedanken. Ich muss das Lachen unterdrücken und mich beeilen. Der Zug fährt in einer Minute ein. Der Geruch der Bahnsteige trifft mich ins Gesicht und sofort kommen mir die Tränen in die Augen. Es riecht nach Abschieden, nach Sehnsüchten, nach den letzten Umarmungen und geflüsterten Worten. Nach den Versuchen, die Entfernungen in die Streichholzschachtel einzupacken und tief in die letzte Schublade des Schreibtisches zu verstecken. Ich stehe in der vollkommenen Einsamkeit auf dem Bahnsteig und mit Kraft der Gedanken will ich die Geschwindigkeit des sich verspäteten Zuges zu steigern. Nach unendlich vielen Tagen des Wartens scheinen 20 weitere Minuten unerträglich zu sein. Die Ferne, die ich mit meinen Blicken durchbohre, beginnt selbst zu zittern. Auch ihre Geduld hat Ende. Aber da kommt er endlich, müde, verspätet, ohne Entschuldigung, mit Pfiff und Dampf – der Zug aus der Stadt W., aus dem Königsreich hinter den sieben Bergen. Und da steigt er aus, noch sehe ich ihn nicht, aber mein Herz, das aufhört zu klopfen, weiß es genau. In dem Begrüßungskuss schmecke ich schon die Bitterkeit des Abschieds. Wir wollen den wundervollen Nachmittag feiern. Dazu ist es heute mein Namenstag – der Namenstag einer Waldfee. Ich schlage vor, wir sollen unseren Stammtisch im Cafe L. besuchen und unseren Lieblingstee trinken. Der Zitronenkräutertee ist für unsere besonderen Anlässe reserviert, unser Geheimtipp, Geheimlösung für alle Sorgen, die beste Antwort auf alle nicht gestellten Fragen. Wir setzen uns ins Kaffeehaus und bestellen sofort unseren Tee. Draußen spielt der Wind mit gelben Blättern und ich spüre, wie das Fieber in meinem Körper mit meinen Gedanken spielt. Mit fieberhaft glänzenden Augen schenke ich uns den duftenden Zitronenkräutertee, aber wir sollen ihn noch ziehen lassen. Die Farbe ist noch nicht zitronenkräutig genug, es schmeckt auch nach unreifen Wiesen. Wir lachen und er sagt, dass es mit uns genau so ist, mit unserem gemeinsamen Leben. Wir leben noch in Entfernung, wir müssen uns noch ziehen lassen, bis unser Leben Geschmack und die richtige Farbe bekommt. Das braucht ein bisschen Zeit. Ein bisschen Geduld. Die Tränen sind heiß, wenn sie durch meine Wangen fließen. Wir warten ab und trinken den Zitronenkräutertee bis zu letzen Tropfen, wir lassen den Zucker auf der Zunge langsam schmelzen. Mein Kopf wird schwer, ich finde keine Worte weder für den Zauber noch für die Leere der weißen Kannen. Auf einmal entscheide ich mich und spreche den vorbeigehenden Kellner an. Bitte sagen Sie mir, wo man den Tee finden kann. Denn davon wird mein Leben in den nächsten sieben Wochen abhängen. Ich werde mir den Tee kaufen und zu Hause vorbereiten, ihn ziehen lassen bis er die Farbe und den vollen Geschmack bekommt und ich werde jeden Abend unsere Sehnsucht, Geduld und das Warten schmecken können. Nur das kann mich retten, den Sinn in den einsamen Alltag bringen.

    Zwei Stunden später sind wir mit einer roten Tragtasche (Zitronenkräutertee und eine schöne weiße Kanne mit kleinem Teesieb) nach Hause gekommen. Der in ein paar Tagen kommende Abschied ist auf einmal leichter zu ertragen, denn es gibt jetzt einen magischen Tee, der nach Hoffnung schmeckt. In seinen Düften kann ich mich verbergen, warten und die Entfernungen zähmen. In seiner Wärme werde ich mich vor keinem Winter, vor keiner Sehnsucht fürchten. Auch wenn der Südbahnhof seinen kalten Wind durch meine Haare wehen lässt, wo es auf den kahlen Bahnsteigen wieder nach Tränen und Flüstern riecht, weiß ich jetzt, dass es einen Ausweg zu Hause gibt, Ausweg auf die Wiese. Für eine Waldfee wie ich, ist das nicht ohne Bedeutung. Nur nicht vergessen, lange genug ziehen zu lassen. Einfach zu lassen.

  • Uschi Edlinger-Fauler schrieb: (8. November 2007)

    Nr. 6.) „Mein Tag des Tees“ von Uschi Edlinger-Fauler aus Friesach

    Mein Tag des Tees!! Mein Tag des Tees beginnt mit…… ja genau, stimmt, sie haben recht – mit einer Tasse Demmer Tee natürlich! Wie denn auch sonst!

    Trotzdem ist es heute ein ganz besonderer Tag, meine Gedanken hacken sich im Dunst ein der von meiner Porzellantasse aufsteigt und plötzlich bin ich wieder in Sri Lanka, dem ehemaligen Ceylon. Ich sitze in einem rumpelnden Minibus dessen Stoßdämpfer auch schon bessere Tage gesehen haben. Es ist herrlich warm, zum Glück ist die blöde Klimaanlage ausgefallen, schließlich hab ich viel Geld gezahlt um in die Tropen zu kommen, während die Heimat wieder einmal im Schnee versinkt. Autsch – auch das riesige Schlagloch trübt die Faszination nicht, die diese wunderschöne Insel ausstrahlt. Mein Reiseführer meint es wird nicht mehr lange dauern, dann werden die ersten Teesträucher den Weg ins Hochland säumen. Im Moment sind es aber Reisfelder die uns zum staunen bringen. Ich hätte nie gedacht, das es so ein strahlendes Hellgrün überhaupt gibt. Die Landschaft ist unglaublich friedlich und die Wasserbüffel mit ihren Kuhreihern auf dem Rücken, fühlen sich auch sichtlich wohl. Wow, da, die ersten Teesträucher, zuerst noch spärlich, doch schon bald stehen sie in Reih und Glied, alle in gleicher Pflückhöhe gehalten, das dichte Blattwerk in dunklem, satten Grün, nur die ersten 3 Blätter an der Spitze– genau die, die in unseren Teekannen landen – sind etwas heller. Je weiter wir ins Hochland kommen desto dichter wird dieser Sträucherteppich der die rote Erde bedeckt und die Hügel sanft umspielt. Ein paar Kinder in blitzweißen Schuluniformen lächeln uns winkend zu. Endlich bleiben wir stehen und ich darf das erste mal in meinem Leben den Ursprung meines Lieblingsgetränkes sehen und berühren. Die Blätter sind glatt und glänzend, man fühlt die Kraft die sie uns später schenken werden, das unglaubliche Grün umschmeichelt das Auge. Hier eine winzige, weiße Blüte mit zarten gelben Staubgefäßen……

    „Hallo Schatzi! – Erde an Uschi!!!“ Mein Mann lächelt mich an, „nichts da mit Tagträumen, sonst kommst zu spät ins Büro!“ “Oh nein, schon wieder! Aber meinen Tee trinke ich trotzdem noch aus!!!”

  • Sigi Gleinser schrieb: (8. November 2007)

    Ich freue mich sehr darüber (noch mehr bin ich überrascht!), dass mein Text mit ausgewählt wurde. Danke.

    Mit den besten Wünschen für einen schönen Tag (trotz des Wetters, das offenbar in Wien nicht besser ist als hier in Tirol) – um den Duft, der Sie vermutlich an IHREM Arbeitsplatz (ober dem Teehaus?) täglich erwartet, beneide ich Sie…

  • Sigi Gleinser schrieb: (8. November 2007)

    wow

    schööön und absolut nachvollziehbar :-) gratuliere zu diesem Beitrag

  • Sylwia Wojcik schrieb: (8. November 2007)

    Danke sehr für Ihren Kommentar. Ihre Geschichte hat ähnliche Motive – des Feierns, des Beisammenseins und der Ruhe. Wünsche Ihnen nur solche schönen Momente.

  • jay schrieb: (9. November 2007)

    aber aber…

    beide geschichten sind schön! aber so viele stimmen kommt mir merkwürdig vor? oder stimmt da Sigi etwa all 5 min für sich selbst?

  • Sarah schrieb: (9. November 2007)

    Ich liebe…

    Reisegeschichten/-beschreibungen. Ich finde dieses kurze Stück sehr gelungen. Es strahlt sofort seine ganz eigene Anziehungskraft aus und bevor sich der Sog in einer übermächtigen Sehnsucht bei mir niederschlagen kann – ist man wieder zurück geholt, und dennoch bleibt der Tee als das entscheidende Verbindungsglied. Super! So kann Realität von ganz allein literarisch wirken. Die Motive von Ferne und Nähe, die bei Reiseschilderungen eine so faszinierende Dynamik entwickeln, kommen hier gekonnt zur Geltung. Danke, toll!

  • Tanja schrieb: (15. November 2007)

    Hallo Jay

    Wäre eine “gute Idee” gewesen, aber der große Freundeskreis hat das für Sigi erledigt. Sie ist dazu zu ehrlich.


TAG DES TEES: Trend zu Gesundheit

06. November 2007     3 Kommentare

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