Ein Tag ohne Minztee ist unvorstellbar!

26. Juni 2012     ein Kommentar

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Dies würde Ihnen wahrscheinlich jeder Marokkaner bestätigen. Denn Minztee gehört in Marokko einfach zum Alltag dazu und ist aus dem Leben nicht mehr wegzudenken. Genießen auch Sie Köstlichkeiten der Marokkanischen Tee-Kultur im Sommer!

Atay b‘nahna – so wird der erfrischende Minztee genannt, der täglich gleich mehrmals zubereitet und getrunken wird und somit auch das Nationalgetränk Marokkos ist. Als Zeichen der Gastfreundschaft, beim Handeln am Bazar, zum Frühstück, nach dem Essen oder um den Tag ausklingen zu lassen – einfach zu jeder Gelegenheit, Tagesund Nachtzeit wird ein Glas frisch aufgebrühter Minztee getrunken. Heiß, süß und gleichzeitig herb-bitter muss der perfekt zubereitete Tee schmecken. Seit dem 18. Jahrhundert wird grüner Tee aus China importiert und mit der einheimischen Marokkanischen Minze (auch Nana Minze genannt), gemischt. Heute zählt Marokko mit rund 40.000 Tonnen Tee zu den weltweit größten Grünteeimporteuren.

MinzteeZubereitet wird das würzige Getränk aus frischer Nana Minze, Chinesischem Grünen Tee (meist Gunpowder) und viel Zucker und wird in einer metallenen, reich verzierten Teekanne serviert. Typischerweise wird der heiße Tee von möglichst hoch oben in kleine bunte Teegläser geleert, damit der Tee ein wenig abkühlt und gleichzeitig etwas schäumt. Dieser Schaum soll verhindern, dass etwaige vorbeifliegende Sandkörner in den Tee gelangen.

Gunpowder – die Seele des Minztees. Traditionell wird das Heißgetränk in einer kleinen aufwendigen Zeremonie zubereitet, bei der jede Familie ihr eigenes Rezept verwendet. Manche verfeinern den Minztee mit Eisenkraut (Verbene), Wermut oder einem Spritzer Rosen- oder Orangenblütenwasser. Aber unterschiedliche Rezepte gibt es wahrscheinlich so viele wie Teetrinker. Bei allen wird jedoch zuerst der Grüne Tee Gunpowder mit heißem Wasser aufgekocht; dabei entsteht ein herber Sud, der in Marokko auch die „Seele des Tees“ genannt wird. In einer anderen Kanne werden grüne Teeblätter ins Wasser gelegt und nach einigen Minuten mit frischer Minze, dem Sud und reichlich Zucker vermengt und zum Kochen gebracht. Umgerührt wird diese Mischung, in dem man immer wieder Tee in die auf einem Silbertablett vorbereiteten kleinen Teegläser leert und dann wieder zurück in die Kanne schüttet. Dieses Ritual wird bis zu 5mal wiederholt, damit sich in den Teegläsern eine Schicht aus Tee- und Zuckerschaum bildet. Üblicherweise werden dem Gast drei Gläser gereicht, denn die Marokkaner trinken nach dem Motto: „Das erste Glas ist bitter wie das Leben, das zweite stark wie die Liebe und das dritte sanft wie der Tod.“

Auch in Marokko wird Atay nicht immer mit diesem aufwendigen Ritual zubereitet. Aber egal ob traditionell gekocht oder nicht, Minztee wird immer heiß getrunken und gilt auch bei großer Hitze als besonders guter

Durstlöscher. Aufgrund des relativ hohen Menthol Gehalts der Minze, hat der Aufguss eine wohltuende Wirkung bei Magenbeschwerden oder Kopfschmerzen. Die ätherischen Öle kurbeln die Verdauung an und wirken gegen Müdigkeit. Daher nehmen die Marokkaner den Atay besonders gern nach dem Essen zu sich. Als Ersatz für ein Dessert, wird der Tee stark gesüßt.

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Ein Kommentar zu Ein Tag ohne Minztee ist unvorstellbar!

  • Maddin schrieb: (30. September 2012)

    Kräutertee ist jetzt genau das richtige

    Jetzt zu dieser jahreszeit ist ein leckerer Minzetee genau das richtige für uns. Das ist ein super Bericht. Die Rezepte werde ich mri auch gleich einmal anschauen.