Haiku zum Wochenausklang

25. Februar 2005     noch kein Kommentar

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teekannen … zwar noch lange nicht, aber sie ist kein unwichtiges Utensil bei der Teezubereitung. Neulich hatte ich mit meinem Freund Heinz – das ist der, der seinen Tee peinlichst genau mit einem Teemaß von 2,83 g zubereitet, anstatt mit der allgemein gebräuchlichen Faustregel eine gehäufter Teelöffel pro Tasse – erst eine hitzige Debatte darüber, was für eine Teekanne der Teegenießer nun bevorzugen soll.

dick & bauchig, anstatt hoch & schmal

Übereinstimmung herrscht ja bezüglich Form des Gegenstands: dick und bauchig soll sie sein, damit die auf den Kannenboden gesunkenen Blätter auch beim Eingießen des Tees dort bleiben. Aber welches Material ist am besten geeignet, den Tee lange warmzuhalten (Stövchen und Teelichter haben ja so ihre gewissen Nachteile, wenn der Inhalt in der Kanne abnimmt und trotzdem lustig weiter erwärmt wird, schmeckt auch der beste Tee irgendwann bitter) und vor allem, welches Material verfälscht den Eigengeschmack des “China-Getränks” so wenig wie möglich?

Was ist denn nun richtig?

Nun, wie immer und überall gibt es meines Erachtens mehrere Möglichkeiten, die ihren Zweck erfüllen.

Am Anfang bereitete man Tee zu, indem man die Blätter in offenen, flachen Behältern kochte. Erst in der Ming-Dynastie wurde es üblich, fermentierte Teeblätter in heißes Wasser zu tauchen. Um die Blätter aufzubrühen und den Tee heiß zu halten, verwendete man die seit Jahrhunderten in China gebräuchlichen Kannen, in denen ursprünglich Wein aufbewahrt wurde. Sie ähneln den modernen Teekannen.

Teekanne ohne Siebeinsatz

Teekannen aus Porzellan oder Terrakotta sind sehr gebräuchlich. Oft haben Sie keinen Siebeinsatz, um die Teeblätter nach Gebrauch zu entfernen. Hier sollte man sich unbedingt ein Tee-Ei, einen Teeball oder eine Teezange zulegen. Sehr benutzerfreundlich sind auch ungebleichte Papierfilter, die in veschiedenen Größen erhältlich sind.

Teekanne mit Siebeinsatz

Weitverbreitet sind heute elegante Glaskannen mit einem Sieb, das oben in die Kanne eingesetzt wird. Nach dem Vorwärmen der Kanne gibt man die entsprechende Menge Tee in das Sieb und gießt das Wasser darüber, setzt den Deckel drauf und lässt die Teeblätter ziehen. Danach nimmt man das Sieb mit den gebrauchten Teeblättern heraus.

Teekanne mit Kolben

Die Idee dabei ist, die Teeblätter nach dem Aufbrühen und Ziehen in der gleichen Weise zu isolieren wie bei einer Kaffeekanne. Hat der Tee die gewünsche Stärke, wird der Kolben heruntergedrückt, so dass die Blätter nicht mehr mit dem heißen Wasser in Berührung kommen. Vorteil: Kein Tropfen und Kleckern beim Herausnehmen des Siebeinsatzes.

Tetsubin-Teekanne

Tetsubins sind gewöhnlich relativ klein, durchschnittlich etwa 10 bis 13 cm hoch. Sie werden mit Hilfe unterschiedlicher Methoden aus Roheisen gegossen. Früher wurden die Gusseisenkannen meistens in kleinen Werkstätten durch verschiedene Gussvarianten hergestellt. Mehr zu der von mir bevorzugten Kanne erfahren Sie unter www.demmer.at.


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