High Tea Fashion

07. Dezember 2008     noch kein Kommentar

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hightea In Wien wurde der dritte Haute Couture Award vergeben. Was hat Mode mit Tee zu tun? Das Thema war dieses Jahr: „High Tea“. Unter diesem Titel servierten Designer aus ganz Österreich exquisite Kreationen. Der erste Platz ging an die Niederösterreicherin Birgit Indra. Sie überzeugte mit einem Cocktailkleid aus Spitze und Seide mit Karo-Details in schwarz-weiß (siehe Foto). Aber was bedeutet eigentlich „High Tea“?

In England unterscheidet man im klassischen Sinne zwei Arten von Afternoon-Tea: „Low Tea“ und „High Tea“. Wie das Wort „low“ schon sagt, setzte man sich auf niedrigen Tischen und Sofas zusammen und trank dort Tee, aß Scones (englisches Gebäck) mit Clotted Cream (besonders festes Schlagobers) und Marmelade, kleine Sandwiches und Petit Fours. Entscheidend war, dass alle Speisen in mundgerechte Stücke portioniert waren, damit man sie zum einen mit den Fingern verzehren konnte, zum anderen, damit die Konversation nicht gestört wurde. Denn „mit vollem Munde spricht man nicht“, dies besagt auch die britische Etikette. Der „High Tea“ beginnt mit traditionellen, meist recht üppigen salzigen Gerichten wie „Welsh Rarebit“ (warme Käsebrote), „Shepherd’s Pie“ (ein Auflauf mit Gemüse, Fleisch und Kartoffeln), Steak und „Pickles“ (eingelegtes Essiggemüse) und endet mit den typischen süßen Köstlichkeiten des Afternoon Teas. Zum High Tea nahmen die Gäste an gewöhnlich hohen Esstischen Platz. Briten bezeichnen den geliebten Nachmittagstee auch als „the most civilized part of the day“.


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