Matcha aus Südkorea – der Crémant der Teewelt

12. Mai 2015     2 Kommentare

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Champagner kennt man, aber kennen Sie schon Crémant? Köstlich wie Champagner, aber eben nicht aus der Region Champagne – denn so viel Champagner, wie die Welt trinken möchte, kann dort gar nicht produziert werden.

Ähnlich ist es beim Matcha. Der Trend ist nicht aufzuhalten und hat die Tassen, Smoothies, Lattes und Küchen der Welt längst erobert. Da die Nachfrage nach dem Grünen Teepulver schon im Ursprungsland Japan sehr hoch ist, bleiben nur geringe Mengen für den Export. Neben unserer Neugierde war dies der Hauptgrund, sich nach neuen Matcha-Herstellern umzusehen. Überzeugt hat uns letztendlich Südkorea.

Südkorea_Teeplantage

Teeplantage mit den typischen, symmetrischen Teebüschen.

Auf der ostasiatischen Insel hat Tee bereits eine sehr lange Tradition; die erste kommerzielle Teeplantage gibt es aber erst seit 1939. Nicht nur in Teehäusern, auch zu Hause wird Grüner Tee in großen Mengen zubereitet und genossen. Da der Eigenbedarf an Grünem Tee sehr hoch, die verfügbare Anbaufläche aber eher gering ist, wird nur wenig exportiert und Südkorea ist damit auf dem internationalen Teemarkt relativ unbekannt. Andrew Demmer hat 2014 einige Teegärten auf der Insel Jeju besucht und war sofort von den dort produzierten Spitzenqualitäten an Grünen Tees begeistert. Denn besonders die Südküste und die Insel Jeju eignen sich hervorragend für den Anbau von Tee, denn die klimatischen Bedingungen sind perfekt. Ausreichend Niederschläge, milde Winter und die warme Strömung vom japanischen Meer ermöglichen den Anbau von hochwertigen Sorten. Auch DEMMERS TEEHAUS bezieht seit einem Jahr eine ganz besonders feine Grüntee Sorte von der Insel Jeju. Der Bio Südkorea Jeju Seogwang Sencha ist ein wunderbar erfrischender, fruchtig-süßer Tee mit zartgrüner Tasse, der ein wenig an Japan Tees erinnert.

Südkorea_Teemanager

Andrew Demmer mit dem Teemanager und Teataster einer Teefabrik auf Jeju.

 

Südkorea Teefabrik

Andrew Demmer beim Begutachten der Teefabrik mit dem Manager.

Mit Japan als Vorbild wurde auch die Herstellung von Matcha ebenfalls auf der Insel Jeju begonnen. In Anbau und Verarbeitung wird bis ins kleinste Detail an der „Japanischen Methode“ festgehalten. Einige Wochen vor der Ernte werden die Teesträucher mit Planen beschattet, damit sich das intensive, süßliche Aroma ausbilden kann. Die jungen, grünen Teeblätter werden dann, wie auch in Japan, mit Maschinen fein säuberlich gepflückt. Man muss sich die Pflückmaschinen wie Traktoren vorstellen, die an den Teesträuchern entlangfahren. Es kann genau eingestellt werden, wie viele Zentimeter gepflückt werden sollen. Aufgrund dieser Methode schauen die Teegärten ganz symmetrisch und gerade aus. Nach dem die Blätter getrocknet wurden, werden sie langsam in Steinmühlen zu feinstem Pulver vermahlen.

Südkorea_Beschattung

Planen zum Beschatten der Teebüsche.

Und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Wir haben zwei köstliche Matcha Sorten in unser Sortiment aufgenommen, die beide aus biologischer Landwirtschaft stammen.

Lassen Sie sich von unseren zwei Südkorea-Qualitäten überzeugen:

BIO Matcha Premium 30g: Hochwertiges, feines Teepulver – perfekt für den täglichen, puren Genuss!

BIO Matcha Daily 100g: Matcha für Experimentierfreudige, perfekt geeignet zum Mixen, Shaken, Kochen & Backen! Das Teepulver ist nicht mit Zucker gemischt bzw. bereits gesüßt und kann so perfekt für pikante und süße Speisen verwendet werden. Viele köstliche Rezepte finden Sie auf unserer Website www.tee.at!

Matcha Zubereitung

Mit einer Matcha Schale und einem Bambusbesen gelingt die Zubereitung am besten.

 Feinsten Matcha-Genuss wünscht euch Romana!


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2 Kommentare zu Matcha aus Südkorea – der Crémant der Teewelt

  • Daniel schrieb: (4. Juli 2018)

    „Beim Matcha aus Japan werden bei der Ernte die zartesten obersten Sprossen gepflückt und möglichst schnell schonend gedämpft sowie anschließend schonend getrocknet. Beim Matcha aus Thailand, Taiwan, Korea oder China ist dies so ähnlich, nur dort werden die Teeblätter nicht schonend gedämpft um die Fermentation zu stoppen, sondern die Teeblätter werden in großen Pfannen über dem Feuer erhitzt. Dieses Verfahren zerstört zum größten Teil alle wichtigen Inhaltstoffe.“ (Quelle: https://www.matcha-magic.de/pages/fragen)

    Was soll man nun glauben?

    • nadja.fanari schrieb: (4. Juli 2018)

      Es ist richtig, dass Matcha auch in den genannten Ländern hergestellt wird. Dies ist vorrangig dadurch entstanden, dass es aufgrund des Reaktorunfalls in Fukushima im Jahr 2011, große Unsicherheit gegeben hat, ob Tee dort noch frei von Schadstoffen geerntet werden kann. Es hat einige Zeit gedauert und auch viele Untersuchungen und Kontrollen auch bei der Einfuhr in die EU, bis man festgestellt hat, dass Tee nicht von Radioaktivität betroffen ist. Viele andere Länder haben die große Nachfrage nach Matcha entdeckt und die Produktion gestartet. Beim Matcha Kauf muss man einfach auf die Qualität achten, diese kann man durch optische und geschmackliche Kontrolle erkennen. Das Pulver muss fein, jadegrün und leuchtend sein. Der Geruch ist frisch und saftig und hochwertiger Matcha schmeckt nicht bitter, sondern leicht herb, aber mild mit einer intensiven Note, die süßliche Anklänge hat. Nicht so hochwertiges Matcha Pulver ist eher gelblich bis erdig-grün und kann eben bitter schmecken. Weiters sollte man darauf achten, dass Matcha aus biologischer Landwirtschaft stammt, denn das ist der einzige Tee, bei dem man das ganze Blatt zu sich nimmt und nicht nur einen Aufguss trinkt. Zur Herstellung von Matcha gehört viel Erfahrung und wir haben in dem Teeproduzenten aus Südkorea einen Lieferanten gefunden, der Matcha ebenfalls sehr hochwertig herstellen kann. Andrew Demmer war selbst in Südkorea und hat sich die Produktion angeschaut und von der Qualität und der Herstellung selbst überzeugen können. Bei der großen Masse an Matcha auf dem Markt, kann man sich natürlich nicht ganz so sicher sein, wie hochwertig die Produkte aus anderen Ländern tatsächlich sind. Jedenfalls lohnt es sich dabei nicht, auf den Preis zu achten und ein möglichst billiges Produkt zu kaufen. Denn die Herstellung ist sehr aufwendig und Qualität hat hier seinen Preis. Derzeit haben wir die Matcha Sorte aus Südkorea leider nicht mehr im Sortiment, aber du kannst dich von der hohen Qualität des Lieferanten überzeugen, denn auch der „Bio Südkorea Jeju Seoqwang Sencha“ stammt aus der gleichen Produktion und dieser Grüne Tee erinnert stark an einen japanischen Grünen Tee, der sehr frisch und süßlich schmeckt. https://www.tee.at/bio-sudkorea-jeju-seogwang-sencha-10100.html
      Ich hoffe, hiermit weitergeholfen zu haben! Solltest du noch weitere Fragen haben, kannst du uns gerne auch unter online@demmer.at kontaktieren!