Über den Tellerrand

21. Oktober 2008     noch kein Kommentar

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derstandard Zu 100 Prozent gegen jede Art von Ausgrenzung und Diskriminierung – Andrew Demmer: ‚Ein Tag muss mit einer guten Tasse Tee und dem STANDARD beginnen.‘

Andrew Demmer ist überrascht. Dass er einer der Ersten war, darüber hat er sich nie Gedanken gemacht. Aber 20 Jahre später darauf aufmerksam gemacht, lächelt der Gründer von Demmers Teehaus fast stolz: „Dass ich unter den ersten Abonnenten war, ist Zufall. Es war höchste Zeit, dass es in Österreich ein Blatt dieser Qualität und Ausrichtung gibt. Und ich bin bis heute jeden Tag froh, dass es ihn gibt.“ Obwohl es einen dunklen Tag in der Beziehung gab: ‚Großartig: Eine Zeitung ohne Sport. Als dann plötzlich ein Sportteil im Blatt war, war ich wirklich enttäuscht.‘

Freilich, räumt der Herr und Franchisegeber über neun Teehäuser in Österreich (und zwölf in Mittel- und Osteuropa) ein, sei der „Sündenfall“ zu bewältigen: ‚Man kann ja drüberblättern; in der Früh habe ich kaum mehr als fünf Minuten Zeit, die Zeitung zu lesen. Ich hebe sie für den Abend auf. Manche Teile – etwa die wundervolle Beilage der New York Times – auch mehrere Tage.‘

„Ein Tag muss mit einer guten Tasse Tee und dem STANDARD beginnen.“ Obwohl er für Breaking News kein Blatt mehr braucht: „Die beziehe ich anderswo. Eine gute Zeitung ist dennoch unverzichtbar. Sie soll Hintergründe und Zusammenhänge erklären. Das tut der Standard hervorragend.“ Einmal Gedrucktes kann man nicht einfach ausschalten oder löschen.

Auch deshalb sei der Standard während der letzten 20 Jahre wichtiger und wichtiger geworden: „Diese zu 100 Prozent gerade Einstellung gegen jede Form von Diskriminierung und Ausgrenzung macht den Standard unverzichtbar. Er ist das liberale Medium, das weit über den Tellerrand hinausschaut – das hat Österreich vor 20 Jahren gebraucht.“ Das habe sich nicht geändert. ‚Gerade in einer Zeit, in der sich das offizielle Österreich in einer unvorstellbaren Art an das Kleinformat und alles, was damit zusammenhängt, anbiedert, müssen Medien wie der Standard das Gegengewicht darstellen.‘

Artikel von Thomas Rottenberg, DER STANDARD; Printausgabe, 18./19.10.2008. Siehe online Ausgabe unter www.derstandard.at


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